Aus- und Umbau Fabrikationshalle

An der Sägerei-Halle, die über fünfzig Jahre alt ist, musste die Fassade ersetzt werden. In den siebziger Jahren war diese als Ersatzbau gebaut worden, da das vorherige Gebäude durch einen Grossbrand komplett zerstört wurde.

Über zwei Generationen stand die Halle nun schon. Durch ihre exponierte Wetterlage litt aber besonders die Südfassade zusehends. Die Befestigungen der Blechfassade begannen zu rosten, Regenwasser drang an der unteren Kante ein. Auch das Dach mit einer versenkten Abwasserrinne barg die Gefahr, dass Wasser eindringen könnte. Sowohl im Dach, asl auch in den Wänden war nur eine minimale eine Isolation verbaut. Das heisst, im Sommer war der Raum ein Backofen und im Winter ein Kühlschrank.

Herausforderung Baugerüst

Die Inhaber der Wirth AG standen nun vor der Frage, wie umfangreich die Umbau-Arbeiten sinnvollerweise ausfallen sollen. Man entschied sich die Wände und das Dach zu ersetzen, da eine punktuelle Renovation keinen Mehrwert generieren würde. Gemeinsam mit einer externen Bauleitung begann im Frühling 2025 der Aus- und Umbau der Halle. Eine besondere Herausforderung war der Umstand, dass der Betrieb auch während der Bauarbeiten gewährleistet bleiben musste. Das hiess, kein Baugerüst durfte die Zufahrten und – teilweise grossen – Eingänge versperren. Die Lösung dazu fand sich in der Firma Wirth AG gleich selber. Als Holzverarbeitungsbetrieb war es naheliegend eine komplett aus Holz konstruierte Plattform zu bauen, die rund um das Gebäude lief. Das hier verbaute Holz kam selbstverständlich aus der eigenen Produktion.

Während also auf ebener Erde der normale Betrieb weiterlaufen konnte, arbeiteten die Bauleute in luftiger Höhe.

Neue Innovation am Bau

Ganz dem Zeitgeist entsprechend setzt der Betrieb auf Solarenergie. Das Dach und die Südwand wurde mit einer grossen Fotovolktaik-Anlage versehen, die nun rund ein Drittel des Strombedarfs für die zirka 300 elektrischen Motoren und der Elektrostabler abdeckt.

Die bestehende Fassade aus Blech wurde durch eine – eigens im Betrieb entworfene – Konstruktion ersetzt. Die rund tausend Quadratmeter grosse Fläche wurde mit einheimischem Föhrenholz bestückt. Wie bei Wirth AG üblich, kommt das Holz aus der Region. Föhre ist schwerer, aber auch stabiler, als das vielfach verwendete Fichtenholz. Die Profilbretter wurden mit einem Hoch-Tief Profil optimal zugeschnitten. Auch dieses Spezialprofil wurde bei der Wirth AG entworfen. Der intelligente Schnitt spart Geld und Ressourcen, denn der Holzabfall reduziert sich um ein Vielfaches.

Bewusst wurde ausserdem auf eine Farbgebung verzichtet. Die Fassade wurde vorvergraut und passt sich so der wetterbedingten Vergrauung an.

 

Fertig wurde der Aus- und Umbau der Halle pünktlich auf den Anlass „Schweizer Holz“ im September 2025.